Zuhause ist da wo deine Freunde sind, hier ist die Liebe umsonst

21Dez2014

... und ja, so ist es wirklich.

Seit Mittwochmorgen bin ich wieder zuhause und hatte tatsächlich bis jetzt keine Zeit meinen Blog zu beenden. Es war wunderschön, am Flughafen empfangen zu werden und natürlich sind auch einige Tränchen geflossen. Nach einem leckeren deutschen Frühstück mit meiner Familie und einigen meiner engesten Freundinnen bin ich erstmal in mein Zimmer gelaufen und haben mein so sehr vermisstes Bett getestet. Und ja, es ist immer noch so toll wie vor 3 Monaten ;)

Ich bin sehr froh, meine ganze Familie und Freunde wieder bei mir zu haben. Teilweise ist es echt anstrengend bei die Frage "Wie war es? Erzähl mal..." nicht die Augen zu verdrehen. Natürlich gibt es nichts Schöneres als allen von meinen tollen Erlebnissen zu berichten, aber 3,5 Monate in ein paar Sätzen zusammenzufassen ist fast eine Lebensaufgabe ;)

Ich blicke nun, mit einer warmen Tasse Tee, leckeren Plätzchen und unter einer warmen Decke auf 3,5 bombastische Monate zurück, die ich nie vergessen werde und nie vergessen will. Ich bin dankbar um alle Mädels und Jungs die ich dort kennengelernt habe und bin mir sicher, zu den Wichtigsten wird der Kontakt aufrechtgehalten. Skype macht es möglich! ;) 

Oft sitze ich in ruhigen Momenten da und kann nicht glauben, dass das Abenteuer nun beendet ist. So lange habe ich geplant, organisiert und mich darauf gefreut und nun blicke ich schon auf die Zeit zurück. Auch wenn der Alltag schon längst wieder eingekehrt ist, bin ich noch nicht richtig wieder zuhause angekommen. Fast täglich schaue ich mir die Bilder und Videos an und muss teilweise echt schmunzeln oder ein Tränchen verdrücken...

Abschließend kann ich sagen, dass es die besten 3 Monate meines Lebens waren und ich KEINE Erfahrung missen will. 

Danke für all die 2123 Leser meines Blogs und alle, die sich wirklich für mich, meine Einträge und meine Erlebnisse dort interessiert haben! ♥

"It only seems impossible - until it's done!" - Nelson Mandela

Hakuna Matata

15Dez2014

Am Wochenede waren wir auf der Farm von Hendriks Familie. Das war ein super toller Abschluss der Zeit hier denn es ist traumhaft schön dort.

Am Freitagnachmittag gings los und nach einer Stunde hatten wir die Farm bereits errreicht. Die Hälfte der Strecke fährt man auf einer sehr einsamen Straße auf der uns lediglich ein Auto pro 15 Minuten entgegenkam. Wir kamen dann also dort an, wurden herzlich empfangen und haben dann zu Abend gegessen. Auf der Farm leben Hendriks Schwester mit Mann und zwei Kindern und ca 10 bis 15 Angestellte, die sich um Haushalt, Tiere und Kinder kümmern.

Am Samstagmorgen sind wir dann alle zusammen rausgefahren um nach einigen Herden zu schauen. Im Moment treibt ein Leopard dort sein Unwesen und wir mussten nachsehen, ob er ein weiteres Kälbchen gerissen hat. Dem war zum Glück nicht so, aber wir mussten trotzdem das eine tote Kälbchen begutachten und nachdem dies geschehen war, wurde es aus dem Gatter getragen und war somit Futter für die Schakale. Nach dem Mittagessen und der Mittagsruhe (man, werde ich die vermissen) sind wir nocheinmal rausgefahren um auf einem kleinen Berg die schöne Sicht zu genießen. Das war eine tolle Atmosphäre, denn jeder hatte etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen dabei und dann haben wir dort den Abend ausklingen lassen.

Fast wie bei König der Löwen ;)

Am Sonntag, unserem letzten Tag dort, sind wir vormittags noch zu einem kleinen "Tempelchen" gelaufen, wo wir ein weiteres Mal einen weiten Blick genießen konnten und sind dann spätnachmittags wieder nach Hause gefahren.

Eine Farm wir diese ist echt ein Traum für Klein und Groß. Wenn einem danach ist, fährt man halt mal mit dem Auto raus, sieht unterwegs Kudus, Springböcke und Pumbas und genießt dann den Blick auf unberührtes Land von einem der Hügel aus. Trotzdem muss man aber auch sagen, dass es sehr einsam ist. Man lebt in einer Gemeinschaft von 20 bis 30 Leuten und das nächste Dorf ist ca 20 km entfernt. Trotzdem war es ein ruhiges und schönes Wochenende.

Dies ist bereits der letzte Eintrag aus Afrika und somit das Ende meines Abenteuers. Ich kann nicht glauben, was ich in den letzten 3,5 Monaten alles erlebt habe, wie viele Leute ich kennengelernt und Freundschaften ich geschlossen habe! Es war genau und absolut die richtige Entscheidung zur absolut richtigen Zeit. Trotzdem oder gerade deshalb freue ich mich unbeschreiblich in nicht mal mehr 2 Tagen meine Familie und Freunde wieder zu sehen. Außerdem ist es ein tolles Gefühl und eine unglaubliche Vorfreude, wieder nach Hause ins bekannte Umfeld zu kommen. Ich freue mich, werde aber die letzten Monate nie vergessen oder bereuen und vermutlich immer an die Zeit zurückdenken.

Ihr werdet von mir hören, wenn ich heil in Deutschland gelandet bin! ♥

Meine Eingewöhnung ans kalte Deutschland

12Dez2014

Von Dienstag bis Freitag waren wir in Swakopmund. Das Dörfchen kann man mit dem Wort "trist" ganz gut beschreiben... :) Wir hatten drei Tage nicht einen Sonnenstrahl und man sagte mir, das sein keine Ausnahme! Die Stadt ist ziemlich leer und dadurch, dass sie direkt am Meer liegt, liegt eine Sand-Salz-Schicht über allem was man anfasst ;)

Diese Worte machen nun den Eindruck als wäre es total furchtbar dort, aber das war es gar nicht. Wir haben einfach das Beste draus gemacht und das hat sich gelohnt.

Mittwochmorgen war ich auf eine Dessert-Tour und wir sind in die Dünen gefahren. Das war cool, denn dort gibt es Stellen, an denen das Meer endet und sofort die Dünen beginnen. Außerdem haben wir die Big Five der Wüste gesucht und gefunden und sind eine Düne hochgewandert. Ich hatte ein Cameleon auf der Hand und ein Geko am Ohr :) Abends waren wir noch ein bisschen spazieren und in einem Restaurant direkt am Meer. 

Man achte auf mein Ohr :)

Am Donnerstag besuchten wir die zahlreichen Souvenier- und Touristenläden und haben in einem kleine Cafe eine Kleinigkeit getrunken. Nachmittags saßen wir sogar noch am Strand, wenn auch in Feecejacke und langer Hose. 

Entschuldigt, dass der Eintrag etwas kürzer geworden ist, aber es geht heute sofort weiter auf die Farm und ich wollte noch ein kurzes Lebenszeichen von mir geben ;)

Safari im Regen

08Dez2014

Letztes Wochenende war Safari angesagt...

Am Samstagmorgen um 8:30Uhr ging es los. Ich wurde abgeholt und ins Office gefahren. Dort haben bereits die anderen Teilnehmer gewartet und wir waren eine buntgemischte Truppe. 

  • ein Brite, dessen Rucksack am Abend zuvor samt Reisepass und Handy geklaut wurde und wir deshalb erst eine Stunde später losfahren konnten
  • zwei Studenten aus Deutschland
  • eine Chinesin, die in Canada lebt 
  • ein weiterer Canadier, der aber aussah wie ein australischer dreiundzwanzigjähriger Surfer (später stellte sich raus, dass er 30 ist und bereits verheiratet)
  • ein Franzose, der nicht viel geredet hat 
  • ein deutscher Opa, der irgendwie an allem etwas auszusetzen hatte
  • und ein Typ, so alt wie ich

Nachdem wir am Samstag dann erstmal 4 Stunden gefahren sind und auf einem Rastplatz Lunch hatten, hat es natürlich erstmal schön angefangen zu regnen. Unser Guide, Gabriel, hat mir Mut gemacht und meinte, es würde besser werden, umso näher wir dem Etosha-Park kommen. Das kann ich schon mal vorweg nehmen - es hörte nicht mehr auf zu regnen. Wir kamen also nach insgesamt 7 Stunden Fahrt an und haben die Zelte aufgebaut. Die einzige Frau die neben mir die weibliche Fraktion unterstützte, hatte aber die Deluxe-Version gebucht und ich war somit alleine in einem Zelt. Die Jungs haben mir geholfen das Zelt aufzubauen und dann sind wir nochmal schnell auf einen Afternoon-Gamedrive gefahren. Dort kam dann schon das erste tierische Highlight. Ein Nashorn und das relativ nah! Nach dem Abendessen waren wir noch ein Weile am Wasserloch, das nachts beleuchtet ist und vom Camp aus gut zu beobachten ist. Leider war kein Tier da und wir sind in die Betten. Nachts hat es dann schön in mein Zelt reingeregnet. Positiv zu berichten ist jedoch, dass wir nachts einen Löwen gehört haben, der vermutlich lediglich 300m entfernt am Wasserloch war - beeindruckendes Gefühl :)

der campingplatz der dazugehörige Pool Rhino

Am Sonntag war dann anscheinend Paarungstag, denn sowohl die Löwen als auch die Giraffen meinten, sie müssten sich dann fortpflanzen, wenn wir sie mit den Ferngläsern beobachten ;) Außerdem haben wir gleich zu Beginn des Tages ein weiteres Rhino gesehen, dass sein Horn gerade an einem Baum schärfte. Es waren auch viele Giraffen, Zebras und natürlich Springbocks unterwegs.

Elefantenfriedhof atemberaubender Sonnenuntergang

Heute sind wir dann morgens nochmal durch den Park gefahren, haben uns aber schon gegen 9 Uhr auf den Rückweg gemacht. Um halb 6 war ich wieder zuhause und obwohl man eigentlich drei Tage im Bus verbracht hat, bin ich ganz schön müde.

Die Tour hat mir sehr gut gefallen. Es war überwältigend, wilde Tiere so nah zu sehen und da ich die Elefanten bereits im Addopark in Südafrika in großer Vielfalt gesehen habe, bin ich auch mit den gesichteten Tieren vollkommen zufrieden. Das Wetter hat leider nicht mitgespielt, aber da es für die Namibianer und vor allem für die Tiere ein großer Segen ist, freue ich mich natürlich mit ;)

Und was ich auch noch hinzufügen sollte - Gezeltet habe ich für die nächsten 10 Jahre genug. Vielleicht bin ich dafür einfach zu viel Mädchen aber es ist nicht meins! Es hat alles gestunken, total ins Zelt geregnet und außerdem hat man im Schlafsack gar keine Beinfreiheit. Also ich bin so froh heute wieder in einem festen Bett zu schlafen!!

Gute Nacht ♥

So, wie ich mir Afrika vorgestellt habe!

05Dez2014

Ich bin jetzt seit Samstag (also schon wieder fast einer Woche) in Namibia und genieße die Hitze. Zurzeit sind 34°C und obwohl ich total der Sommer-Sonne-Mensch bin, ist es sogar mir etwas zu heiß. Ich wohne hier in Windhoek bei Simone, der Cousine meines Papas. Außerdem leben hier auch noch Hendrik, ihr Mann, und Kieron, der kleine Sohn :)

Der typische Tagesablauf sieht so aus, dass ich gegen halb 7 wach werde, denn es wird extrem früh hell. Gegen acht stehe ich dann auch mal auf und wir frühstücken zusammen. Wenn etwas auf dem Plan steht, unternehmen wir dies immer vormittags denn erstens wird es ab 13 Uhr in der Sonne unerträglich heiß und zweitens hat der kleine Mann auch nicht immer Lust, im Kinderwagen zu schlafen. Danach machen wir alle erstmal eine Mittagsruhe die zwischen 2 und 4 Stunden sein kann... Anschließend gehen wir dann entweder mit dem Hund (und das ist mit Abstand der schönste Ort an dem man mit einem Hund spazieren gehen kann) oder wir machen noch Erledigungen. 

Sonntag waren wir auf einer Farm Kuchen essen und haben einfach auf dem Weg dorthin, Kudus, Pumbas und Springböcke gesehen. 

Am Mittwoch hat Simone mir Windhoek ein bisschen nähergebracht und wir waren zuerst an der Christuskirche, dann in einem Museum über die Geschichte Windhoeks und insbesondere die Unabhängigeit und später noch in einer alten Festung. Außerdem waren wir noch in Katutura, dem Teil der Stadt, in dem die Armen Menschen leben.

Die ehemalige Festung Die Christuskirche

Viel mehr kann ich jetzt gar nicht mehr berichten, denn viel mehr ist nicht passiert :) Ich bin schon sehr aufgeregt, denn morgen früh fahre ich für 3 Tage auf Safari und hoffe, ihr drückt mir alle die Daumen dass ich endlich meine freilebenden Löwen sehe. Montagabend komme ich wieder zurück und wir werden am Dienstagvormittag für 3 Tage ans Meer fahren. Dort mache ich auch eine Tagestour in die Dünen und am letzten Wochenende fahren wir noch auf die Farm, die früher Hendriks Eltern war und jetzt seiner Schwester gehört.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Tage und versuche, mich nochmal mit Bildern und Erlebnissen aus Namibia zu melden. 

Küsschen nach Hause - ich freu mich so auf euch!♥

Zusammenfassung der besten Woche meines Lebens!

02Dez2014

Ja, es wird schwer und vermutlich unmöglich die vergangene Woche zusammenzufassen ohne etwas zu vergessen aber ich probiere es einfach mal…

Für alle, die es nicht wissen: ich war auf Garden Route. Das ist eine bekannte Reisestrecke an der Ostküste Südafrikas. Ich war mit „Hotspots2c“ unterwegs und somit war alles durchgeplant und organisiert. Am Montagmorgen wurden Samia und ich um 7:20Uhr von Andrew, unserem Guide, abgeholt. Wir haben dann noch acht andere Mädels abgeholt und mit dieser Gruppe ging‘s dann los…

Erster Stopp war eine Straußenfarm und Oudshoorn. Typisch für diesen Ort sind wie gesagt die Straußen und die damit verbundenen Farmen und die Hitze denn dort kann es im Sommer bis 45°C werden. Wir bekamen eine kleine Führung und viele interessante Hintergrundinformationen. Dann konnten wir die Straußen füttern, uns auf Straußeneier stellen oder auf den Tieren reiten. Letzteres habe ich aber nicht gemacht, denn man hat den Straußen genau angesehen, wo der Sattel sitzt. Die Dame meinte darauf hin, das sei der natürliche Federausfall – ist klar ;) Weiter ging zur Wildlife Range. Kling spannend, ist aber eher ein Zoo mitten in Afrika. Es gab Fledermäuse, Tiger, Löwen, Krokodile, Luxe, Leoparden, Erdmännchen, Stachelschweine… Wer wollte konnte einige der Tiere auch streicheln aber da ich das bereits in Strand schon gemacht habe, habe ich mich dagegen entschieden. Abends waren wir in Oudshoorn in einem schönen Hostel und haben, wie nicht anders zu erwarten, Strauß serviert bekommen. War lecker ;)

Der zweite Tag startete dann mit dem Elefantenreiten. Das war das Schönste was ich bis jetzt in meinem Leben gemacht habe. Ein Traum war es schon immer aber dann auf diesen gigantisch großen und wunderschönen Tieren zu sitzen war überwältigend. Es wackelt mehr als man sich vorstellt und es ist auch noch höher als es von außen aussieht aber es war einfach toll. Nach dem Reiten haben die Elefanten noch Kunststücke vorgeführt und wir durften sie füttern und uns umarmen lassen. Als kleinen Spaß haben wir Mädels noch „Benjamin Blümchen“ gesungen und dann ging’s weiter. (Ach und für meine Mädels zuhause: Ja, das war dort wo der Bachelor auch immer ist und ja, es ist genauso schön wie auf RTL). Weiter ging es in die Cango Caves. Das ist eine Tropfsteinhöhle. Dort konnten wir dann entscheiden ob wir die normale oder die Adventure-Tour machen. Drei weitere Mädels und ich haben uns fürs Abenteuer entschieden und sind dann also durch Tunnel und Höhlen gekrabbelt. So schlimm, wie immer alle vorher berichtet haben, war es nicht, denn es war immer nur ein kurzes Stück krabbeln oder klettern und dann war man wieder in einem „Raum“. Schwer gemacht hat die Sache lediglich der Sauerstoffanteil, der immer kleiner wurde je tiefer man in die Höhle geklettert ist. War aber sehr lustig und wir hatten unseren Spaß. Abschluss des Tages war eine Busfahrt von 5 Stunden nach Jefferys Bay. Das ist das Surferparadies schlechthin aber da es ca 20°C, Wolken und Wind waren, bin ich nicht mehr Surfen gegangen.

Am Mittwoch waren wir im Addo-Park auf Safari. Alle anderen mussten um halb 3 aufsehen, denn sie hatten zusätzlich zu unserer gemeinsamen Safari noch eine in den Morgenstunden. (Ich habe nicht teilgenommen, denn ich mache noch eine dreitägige hier in Südafrika und man muss es ja nicht übertreiben). Ich bin dann also mit einem weiteren Mädchen nachgefahren und nachdem wir dort alle gemeinsam gefrühstückt haben, sind wir mit Andrew durch den Park gefahren. Dort haben wir Buffalos, Kudus, Antilopen, Zebras und gaaaaanz viele Elefanten gesehen. Einmal standen sie dann sogar auf der Straße und haben den Weg versperrt. Mir ging ganz schön der Stift (ich habe vorne gesessen und Andrew meinte abends er hätte mir angemerkt dass ich bissle Schiss hatte). Die Elefanten hatten nämlich Babys dabei und fingen plötzlich an, mit den Ohren zu wackeln. Als dann von hinten noch ein Bulle ankam, sind wir doch vorsichtshalber umgedreht und sind weitergefahren. Andrew hat im Nachhinein erzählt, das Ohrenwackeln die Elefanten lediglich dazu benutzen, sich zu kühlen. Wenn sie mit dem ganzen Kopf wackeln, symbolisiert das, dass man vielleicht lieber umdrehen sollte, wenn man noch weitere Tiere sehen will ;)

Donnerstag war dann DER Tag. Es fing gemütlich an mit Ziplinen. Da fährt man mit einer Seilbahn (ähnlich wie im Klettergarte) über Wasserfälle. Adrenalingehalt war jetzt noch nicht so hoch aber es war ganz lustig. Danach sind wir in den Tsitsikamer-Nationalpark gefahren. Dort haben wir einen Spaziergang zu einer Brücke gemacht und anschließend noch was gegessen. Und dann kam das Highlight des Tages, der Woche, meines Lebens. Ich bin Bungy gesprungen. Ich war todesaufgeregt und sogar unser Guide hatte glaube ich Mitleid aber ich wollte es dann auch durchziehen. Auf der Brücke selbst war mega Stimmung denn es lief coole Musik und alle Mitarbeiter geben sich die größte Mühe, gute Laune zu verbreiten. Ich kann gar nicht viel dazu sagen, denn das Gefühl kann man nicht beschreiben. Was mich im Endeffekt dazu gebracht hat bei „Five, four, three, two, one, JUMP“ zu jumpen, weiß ich bis jetzt nicht aber der Adrenalinstoß war krass. Danach habe ich erstmal geheult weil ich so aufgeregt gewesen war und dann haben alle die gesprungen sind, nicht  mehr aufgehört zu lächeln. Nach diesem Erlebnis haben wir noch einen Stopp an einem Aussichtspunkt gemacht und von Andrew eine  Springbock für die schöne Woche ausgegeben bekommen. Auch da hat es sich wieder gelohnt, denn ich hab einen zweiten bekommen, weil ich so mutig war ;) Geschlafen haben wir im schönsten Hostel der Woche und der ganzen Welt. Es ist direkt am Strand. Man isst sogar mit den Füßen im Sand und sie machen sehr leckere Steinofenpizza. Die Betten und die Zimmer waren schön und zum Frühstück gabs Buffet… :)

Unbeschreibliches Gefühl

Dann war schon der letzte Tag und die Woche ging einfach alle viel zu schnell vorüber. Wir starteten den Tag mit Kanu fahren im Örtchen Wilderness. Der Ort war zum Verlieben schön und wenn man das Kanufahren weggelassen hätte, wäre es ein gelungener Tag in den Start gewesen. Wir sind auf einem Fluss gefahren, auf dem kaum Strömung war. Bei Samia und mir hat das trotzdem so gar nicht funktioniert und wir haben nach ca 5 Minuten die Lust verloren. Mit einer kleinen Abkürzung kamen wir aber trotzdem am Ufer an und wie hätte es anders sein sollen, unser Guide hat uns mal wieder mega ausgelacht weil wir beide ein Gesicht gezogen haben, als hätten wir den Tafelberg erklommen. Als Abschluss und letzte Aktivität der Woche sind wir zum Lions Walk gelaufen. Dabei läuft man knapp eine Stunde querfeldein und neben einem, zwei Löwen! Dieses Löwen sind zwar seit sie eine Woche sind in der Hand von Menschen aber man darf sie trotzdem nicht anfassen. Außerdem zeigt man mit dem Stock, den man in der Hand hat, dass man den Löwen überlegen ist und stärker ist als sie. Es war ein gelungener Abschluss einer bombastischen Woche. Am Ende wurden alle nochmal sentimental, den Andrew sagt uns ca eine halbe Stunde bevor wir Kapstadt erreicht hatten, wir könnten jetzt links nochmal Strand sehen und uns verabschieden. Da hatte ich dann bereits ein komisches Gefühl im Magen aber als er dann noch durch sein Mikrofon sagte „Save trip home“ musste ich mir kurz mal auf die Zunge beißen. Das klingt alles so endgültig und es ist ein extrem komisches Gefühl, den Ort zu verlassen, in dem man 12 Wochen gelebt hat.

Samstags morgens bin ich dann nach Namibia geflogen und es hat alles reibungslos funktioniert. Es ist schön, schon ein Stück Familie wieder bei sich zu haben. :)

Den Rest sehe ich dann in 2 Wochen… und das klingt alles so unwirklich und unreal ;) ♥

Unsere Gruppe

 

Viel zu viele Tränen für eine so tolle Zeit...

23Nov2014

Diese Woche war sie dann leider da - die Woche der Abschiede… Angefangen hat alles am Donnerstag auf dem Weg zum Projekt. Schon beim Frühstück haben Marie und ich uns gefühlte 100 Mal gesagt, wie unrealistisch es ist, dass das der letzte Tag ist und wie gerne wir auf diesen Moment verzichten würden.  Wir wurden dann zum letzten Mal von Monty abgeholt und als ich dann am Kindergarten ausgestiegen bin, gings natürlich schon los mit meiner Heulerei ;) Grund dafür war der Abschied von Monty, denn er hat sooo viel für uns getan und wir wussten wir konnten ihn IMMER anrufen. Nach einer langen und herzlichen Umarmung ist „big daddy“ gefahren und ich bin in den Kindergarten. Dort dachten die Erzieherinnen natürlich ich weine schon wegen des Abschieds von den Kindern aber ich hatte in dem Moment gar keine Lust das Missverständnis klarzustellen oder darüber zu reden. Der Arbeitstag war wie jeder andere und obwohl die Kiddies nicht verstehen, was es heißt wenn „Tanni“ geht, hatte ich das Gefühl, sie waren anhänglicher und verschmuster. Zum Glück waren alle da und ich konnte die Situation nutzen um noch ein Gruppenfoto zu machen. Zum eigentlichen Abschied gibt es nicht mehr viel zu sagen außer dass es mir so unglaublich schwer gefallen ist und mich alle Kinder nochmal so süß beim Ins-Bett-Bringen gedrückt und geknutscht haben (das Geküsse war mir in den letzten Wochen echt manchmal zu viel und oft habe ich es auch nicht erlaubt aber an dem letzten Tag war es mir egal und ich habe sogar mit Freude die ganze Sabber der 20 Kinder von meiner Backe gewischt) :P

Verabschiedung von den Kleinen

Auch mit ein paar Tagen Abstand begreife ich nicht, dass ich diese Kinder vermutlich nie wieder sehen werde. Ich hoffe, ich habe die Möglichkeit mit einer der Erzieherinnen in Kontakt zu bleiben…

Der Tag war aber leider noch nicht vorüber. Durch ein großes Missverständnis mit ihrem Paps, musste Marie doch schon am Donnerstag abreisen. Auch dieser Abschied fiel mir so unglaublich schwer, denn sie war sozusagen meine Erstatzschwester der letzten 12 Wochen. Wir haben uns so super verstanden, alles zusammen erlebt und wenn ich an meine Zeit in Südafrika zurückdenken werde, wird Marie eine große Rolle dabei spielen.

Da ich weiß, dass du das lesen wirst, sage ich dir auch hier nochmal DANKIE, es war eine super Zeit. Du fehlst mir jetzt schon und ich hab dich sehr lieb ♥

♥

Freitag und Samstag habe ich dann am Strand verbracht und zum letzten Mal ein Eis in der Eisdiele um die Ecke gegessen. Samstagmorgen war in unsrem Ort Stromausfall und wahrscheinlich denken sich alle, die das jetzt lesen, dass sowas durchaus mal vorkommen kann und nicht weiter schlimm ist. Ist es eigentlich auch nicht, aber der Hintergrund dieses Stromausfalls ist ein ziemlich dreister und mir echt nicht nachvollziehbar. Die Regierung stellt seit einiger Zeit in gewissen Teilen des Landes einfach mal so den Strom für einige Stunden ab (zum Stromsparen oder so…). Das lustige ist aber, teilweise werden die Bewohner nicht vorgewarnt und wissen auch nicht, wie lange der Ausfall dauert. Da ich skypen wollte, aber logischerweise nichts funktioniert hat, habe ich mich kurz mit einigen Einheimischen unterhalten und die sind echt besorgt um ihr Land. „That shows whats going on with South Africa“ sagte mir der Besitzer des Internetcafes und es ist echt schade, wie machtlos die Bürger das alles über sich ergehen lassen müssen. Ich bin der Meinung, dass so etwas einfach nur krank und total unüberlegt von der Regierung ist, denn es sind ja nicht nur die Privathaushalte die die Zeit ohne Strom überbrücken müssen; es funktionieren weder die Ampeln, noch die Kühlschränke in den Einkaufsläden oder was ist, wenn man gerade mit dem Fahrstuhl unterwegs ist?! Mich macht das echt traurig, dass viele Südafrikaner hilflos dabei zusehen müssen wie ihr Land sich verändert und das nicht gerade in eine positive Richtung. Ich habe heute wieder mal gemerkt wie gut wir es in Deutschland haben und was für ein Glück wir haben, in so einem zivilisierten und einwohnerfreundlichen Land zu leben.

Wir genießen jetzt unseren letzten Abend mit unserem letzten Cocktail und morgen geht’s auf Garden Route… Jipppiii :)

Ach und eigentlich wollte ich nichts zum Kofferpacken schreiben, denn ich dachte es wird die komplette Katastrophe aber ich bin mehr als überrascht denn obwohl ich schon einige Sachen gekauft habe, ist mein Koffer leichter geworden ;) Ich hoffe nur, dass unsere Waage richtig funktioniert :P

Und dann trat Kurt in unser Leben...

17Nov2014

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich jetzt voraussichtlich das vorletzte Mal aus Südafrika – das ist so unglaubwürdig. Meine Gefühle schwanken zwischen Freunde auf zuhause und Traurigkeit, die Kinder hier zu verlassen und sie mit großer Wahrscheinlichkeit nie wieder zu sehen. Ich hätte niemals gedacht, dass innerhalb von 12 Wochen eine solche Beziehung aufgebaut werden kann und mir die Kinder so sehr ans Herz wachsen. Ich werde jeden Morgen mit solch strahlenden Augen empfangen und dann einfach nur geknuddelt. Sogar Josh, das mit Abstand anstrengendste Kinder auf der ganzen Welt, kommt mittlerweile morgens und drückt mich anstatt mir mit der Hand voll ins Gesicht zu schlagen ;)

Auch meine Mädels hier werde ich vermissen, aber da besteht ja zum Glück die Chance, sich in Deutschland zu treffen. Mit denen war ich dann auch am Samstag in Kapstadt und hatte einen mega Tag (das wird auch wahrscheinlich einer der Tage sein, an die ich mich erinnern werde, wenn ich an meine Zeit in Afrika zurückdenke). Zuerst waren wir im Fußballstadion und haben eine Führung bekommen. Man kann es fast Privatführung nennen, denn neben uns sechs Mädels war nur noch ein schwules Pärchen aus Deutschland dabei. Es war echt interessant, die VIP-Bereiche, die Umkleiden und natürlich das Spielfeld aus nächster Nähe zu betrachten. Außerdem haben wir erfahren dass teilweise Teile des Stadions gemietet werden, um dort Hollywoodfilme zu drehen. Wir haben jedoch auch erfahren, dass es echt nicht gut um das Stadion aussieht, denn Fußball ist in Südafrika nicht annähernd so populär wie in Deutschland und sie haben dadurch kaum Einnahmen. Es sieht auch, verglichen mit der Allianz- oder der Commerzbankarena, nicht sehr einladend aus und eher schlicht und trist gehalten. Anschließend waren wir in der Waterfront eine Kleinigkeit zu Mittag essen und dann haben Alicia und ich einen Helikopterflug gemacht! Das war so coooool :) Ich bin super froh, diese Erfahrung am Ende des Aufenthalts gemacht zu haben, denn so haben wir auf Kapstadt geschaut und wussten, was wir unter uns sehen :P Abends haben wir zusammen in unserer Wohnung zu Abend gegessen und noch lange gequatscht und Musik gehört.

Cape Town aus dem Helikopter

Am Sonntag waren wir auf dem Stellenboschmarkt. Dies ist ein Markt bei uns in der Nähe (in Stellenbosch ;)) der mit selbstgemachtem Schmuck und Kleidung lockt, aber auch mega leckeres Essen bietet. Dort haben wir den Vormittag verbracht und haben unsere  Kinderheit wiederaufleben lassen. Wir haben uns zum Beispiel die Fingernägel mit einem Nagellack lackieren lassen, der in der Sonne die Farbe wechselt, haben Erdbeeren gepflückt und Kurt kennengelernt. Kurt ist ca. 50 cm groß, lila und hopst durch unsere Wohnung ;).

Kurt

Jetzt haben wir schon wieder Montagabend und das bedeutet, ich bin nur noch drei Mal im Kindergarten. Am Donnerstag heißt es dann, dort Abschied zu nehmen. Freitag verlässt mich dann Marie und Montagmorgen verabschiede ich mich von Alicia, die in der Wohnung unter uns wohnt und eine gute Freundin geworden ist. Für alle, die nicht wissen, wie meine Reise weitergeht: von Montag bis Freitag nächste Woche bin ich auf der Garden Route, die nochmal Highlights wie Elefantenreiten, Begegnung mit Löwen und den Besuch einer Tropfsteinhöhle bietet. Von Freitag auf Samstag schlafe ich eine Nacht in einem Bachpackers in Kapstadt und fliege dann samstags morgens um 6 Uhr nach Namibia. Dort bin ich dann noch bis zum 16.12 und dann geht’s heim ♥

Soweit von mir... Ich hoffe es geht euch allen auch so gut wie mir!

Bis ganz bald und liebe Grüße an meine Familie und meine Freunde - freue mich so sehr auf euch :*

„Schönen Abend noch, die Damen!

12Nov2014

Vielleicht seid ihr jetzt alle genervt (ist auch gaaaaar nicht meine Absicht) aber Freitag waren es hier 31°C und wolkenloser Himmel. Wir waren in Kapstadt auf dem Greenmarket und haben bissle geshoppt ;) Anschließend sind wir zu PickandPay gegangen, haben uns eine Kleinigkeit zu essen gekauft und sind dann mit dem Taxi auf den Signal Hill gefahren. Dort haben wir den Sonnenuntergang bewundert. Es war unglaublich schön, beeindruckend und hätte total romantisch sein können :P Nachdem die Sonne untergegangen war, hatten wir dann einen atemberaubenden Blick auf Kapstadt bei Nacht. Und das ist eindeutig noch schöner als Kapstadt bei Tag. Wir haben eine Stunde auf der Leitplanke der Straße gesessen, auf Monty gewartet und dabei einfach nur den Ausblick auf Kapstadt genossen.

Cape Town at night :) ♥

Samstag waren wir dann den Tag über in Strand und abends auf der Logstreet in Kapstadt. Die Hinfahrt war jedoch schon so lustig dass der Abend nur gut werden konnte… Wir sind um 17.15Uhr mit der Bahn gefahren (ja, die Bahnen fahren echt blöd wenn man abends nach Kapstadt will...) und haben uns schön blamiert. Wir Mädels saßen in einem Vierer und über den Gang saß ein hellhäutiger Mann. Dieser sah echt ekelhaft aus, hatte eine enge Shorts und Socken bis fast zum Knie an. Außerdem hat er uns angestarrt als kämen wir vom Mars. Wir haben dann also über ihn geredet (es wird mir ja oft gesagt, dass ich zu viel lästern würde und in dieser Situation wäre es echt mal angebracht gewesen, einfach meine Klappe zu halten aber im Nachhinein ist man ja bekanntlich immer schlauer). Es sind vielen Sätze wie „also so stell ich mir einen Pädophilen vor“, „die Frisur ist auch aus dem letzten Jahrtausend“, „komm wir schauen ihn beim nächsten Blickkontakt so lange an, bis er wegschaut“ gefallen… Und wie hätte es anders sein sollen – der Mann steigt aus, dreht sich nochmal um und verabschiedet sich mit dem Satz „Schönen Abend noch, die Damen!“ – upppps :) Wahrscheinlich hätte es uns peinlich sein müssen aber wir mussten nur noch lachen. Die Zeit zwischen Ankunft in Kapstadt und Aufbruch zur Longstreet wollten wir auf dem Signal Hill überbrücken. Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, denn es war so bewölkt, dass man ca. 10 m Sicht hatte – wäre bestimmt ein toller Sonnenuntergang gewesen! Wir sind also schon um 19 Uhr auf die Longstreet.  Diese könnt ihr euch vorstellen wie eine lange Straße ;) mit ganz vielen Bars, Restaurants und einigen Clubs. Wir sind in einer Cocktailbar gestartet und dann immer weitergezogen. Normalerweise ist sogar der Eintritt frei :) Wenn man Glück hat, bekommt man im Vorbeilaufen „freie“ Stempel auf den Arm gedrückt und später ist man eventuell froh darüber :) Als wir auf Monty gewartet haben, wurden wir noch von einem netten, betrunkenen, deutschen Typen angesprochen und haben echt über Ulli gelacht… ;) Ein toller Abend mit einer ganzen Menge Spaß war dann beendet und wir fielen hundemüde ins Bett (naja, so müde waren wir dann doch nicht, denn Marie und ich konnten noch eine halbe Stunde gemeinsam über die Situationen an diesem Abend lachen)

Sonntag waren wir in Kirstenbosch, einem botanischen Garten in Kapstadt. Wir haben uns ein paar leckere Dinge mitgenommen und dann dort gemütlich gepicknickt. Das war mal wieder einer der Momente an denen man einfach da sitzt, über die vergangenen 10 Wochen nachdenkt und zu dem Entschluss kommt, dass es schon mega cool ist, was man gerade alles so erlebt ;) Da unsere Zeitplanung nicht die allerbeste war, hatten wir insgesamt nur 2 Stunden im Garten und sind dadurch nach dem Picknick nur noch eine kleine Runde gelaufen. Wahrscheinlich könnte man dort auch einen ganzen Tag verbringen, aber uns haben die zwei Stunden gereicht, denn so spektakulär ist es dort jetzt auch wieder nicht :) Auf der Heimfahrt sind wir dann alle vier in der Bahn eingeschlafen und ich will nicht wissen was die anderen Leute gedacht haben, wo wir herkommen oder was wir gemacht haben :P

Der botanische Garten in Kapstadt... ... mit Blick auf den Tafelberg

Aus dem Kindergarten gibt es auch Neuigkeiten. An Ninas letztem Tag haben wir es endlich geschafft, das Klettergerüst zu reparieren und neu zu bemalen. Monty hat und geholfen und die Rutsche verkürzt und eine Plattform zwischen Leiter und Rutsche angebracht. Den Kindern haben wir dann morgens Müllsäcke über die Kleidung gezogen (das war für die ein Riesenspaß) und sind dann gemeinsam raus um das Klettergerüst zu streichen. Das hat ihnen auch Spaß gemacht, jedoch nur 10 Minuten, denn dann waren Nina, Linda und ich plötzlich alleine… Dann haben eben wir fertig gestrichen :)

Monty hat diese Plattform angenagelt, damit die Kinder sicherer spielen können Und so sahen die Zwerge danach aus... .. zuckersüß! ♥

So, das war‘s jetzt erstmal von mir. Ich hoffe, es geht euch allen gut :*

Bis ganz bald  ♥♥♥

 

I believe I can fly

05Nov2014

Samstagmorgen bin ich nach wenig Schlaf aufgewacht und war mir sicher dass das mit dem Paragliden weiterhin ein Wunsch bleibt denn bei uns in Strand war es windig, sehr windig! Nachdem ich es aber dann geschafft hatte, meine Augen zu öffnen, habe ich gesehen, dass der Flug stattfindet und plötzlich kam die Aufregung :) Ich bin mit 3 anderen Mädels nach Kapstadt gefahren und so wie das hier üblich ist (und anscheinend jetzt auch in Deutschland, wie mir berichtet wurde) hatte der Zug natürlich Verspätung bzw. ist er einfach mittendrin stehen geblieben nachdem er davor ca. 5 Minuten in die andere Richtung gefahren ist. Ich war also verspätet aber Stef (mein Mitflieger) war mega cool drauf und somit war das gar kein Problem. Am Bahnhof in Kapstadt trennten sich dann die Wege der drei Mädels die mit mir unterwegs waren und meiner und ich war ab da alleine unterwegs ;) Nachdem mich der Taxifahrer auf den Signal Hill gefahren hatte wurde ich dort schon erwartet und es ging alles ziemlich schnell. Ich musste meinen Namen und meine e-mail-Adresse angeben und dann wurde ich schon für den Flug vorbereitet - ich fühlte mich wirklich etwas unvorbereitet denn ich kam keine Einweisung oder Erklärung wie das abläuft aber im Nachhinein war das auch nicht notwendig :) Stef schnallte sich dann am mir fest und nach 2 Schritten waren wir schon in der Luft… und es war so coooool :) Ich durfte dann auch mal selbst lenken und kurz vor der Landung wurde es dann richtig lustig, denn man ist einige Male im „freien Fall“. Nach der Landung gings dann wieder hoch auf den Signal Hill und diese Fahrt war mit mehr Adrenalin verbunden als der Flug. Stef heizte nämlich mit gefühlt 100kmh die Straßen des Signal Hills hoch und am Rand geht dort steil runter! :) Auf dem Rückweg habe ich mal wieder feststellen müssen, dass einige Taxifahrer solche Abzocker sind. Denn der, der mich zurück an den Hauptbahnhof bringen sollte, hat von vornerein und ohne Verhandeln schon nur die Hälfte von dem verlangt, was der Taxifahrer wollte, der mich hingebracht hat :) Die Heimfahrt mit dem Zug war auch total easy bis auf einen Penner der neben mir saß und so gestunken hat, dass ich mich wegsetzten musste. Wieso er erste Klasse fahren konnte weiß keiner aber so wie der aussah und roch, hatte der keine Fahrkarte.

Vor dem Start...

Am Sonntag war ich dann endlich auf dem Tafelberg. Früh morgens um 9:15Uhr sind Alicia und ich mit der Bahn nach Cape Town gefahren. Aufgrund eines kleinen Missverständnisses mussten wir schon so früh unsere sportliche Seite zeigen und sind zum Bahnhof gerannt (da ich zuhause auch fast immer rennen muss, war es keine große Umstellung). Vom Bahnhof zum Startpunkt unseres Walks hat uns ein netter Taxifahrer gefahren. Bevor es losging, wurden wir erstmal von den Polizisten, die dort ohne ersichtlichen Grund standen, ausgelacht. Oder auf jeden Fall haben sie bestimmt heimlich köstlich amüsiert denn wir haben erstmal mindestens 15 Minuten gebraucht bis wir fertig vorbereitet waren. Dazu gehörte Haare flechten, mit Sonnencreme eincremen, Fotos machen, Sonnenbrillen aufsetzten und schon vor der eigentlichen Wanderung trinken, trinken, trinken… Den Aufstieg kann man dann glaube ich in wenigen Worten zusammenfassen: mega anstrengend, mega warm und trotzdem mega cool :) Anders als bei einer normalen Wanderung musste man dauerhaft Steine hochklettern. Das ging so in die Oberschenkel aber es hat mir (und Alicia im Nachhinein glaube ich auch) super viel Spaß gemacht. Oben angekommen haben wir im ersten Moment nicht wirklich realisiert, dass wir es tatsächlich geschafft haben aber als wir die Aussicht gesehen haben, wurden wir belohnt. Wir haben uns dann ein ruhiges Plätzchen gesucht und unser Brot gegessen und über Gott und die Welt geredet ;) (Wie Mädels halt sind – kaum hat man einmal durchgeschnauft, war wieder genug Puste da um 1,5 Stunden zu quatschen). Runter ging’s dann gemütlich mit der Gondel und aufgrund unserem megamäßigem Zeitmanagement haben wir unsere Bahn um 2 Minuten verpasst. Wir haben dem Taxifahrer gesagt es soll so schnell fahren wir er kann aber im Endeffekt ist verhaltender und langsamer gefahren als ein Taxifahrer, dem man nicht dazusagt, dass man es eilig hat. Dieser Taxifahrer hat uns dann auch das unschlagbare Angebot gemacht, dass er uns bis nach Hause fährt, aber 20 Euro pro Nase waren uns dann doch zu viel ;) Da wir nach der verpassten Bahn 2 Stunden auf Monty warten mussten, waren wir an der Waterfront und haben gegessen bzw. getrunken. Abends war ich fix und fertig aber glücklich, denn den Tafelberg erklimmen stand ganz oben auf meiner To-Do-Liste :)

 Während der Wanderung ;) Jana & Alicia Für diesen Ausblick hat es sich gelohnt Grapetiser... ... an der Waterfront

Montag war dann ein ganz normaler Tag im Kindergarten, doch abends haben wir als kleines Dankeschön unsere Erzieherinnen „eingeladen“ (wie es dazu kam, habe ich ja schon erwähnt). Marie und ihre beiden Ladies waren auch mit und es war echt ein lustiger Abend. Wir waren bei Spur und haben alle einen Burger gegessen. Die Damen sahen echt umwerfend aus denn sogar unsere Köchin, die eigentlich immer ein Kopftuch trägt, hatte offene Haare. Wir haben viel gelacht und uns nett unterhalten und am Ende fiel sogar beiläufig der Satz, dass sie den Abend nicht vergessen werden und noch nie so viel Spaß bei „Spur“ hatten. Wir können aber auch im Nachhinein nicht sagen, ob sie oft die Möglichkeit haben, dort essen zu gehen oder dies eine sehr seltene Angelegenheit ist.

Heute sollte ja Monty zu uns in den Kindergarten kommen um die Rutsche zu reparieren. Aufgrund des Wetters war das leider nicht möglich. Wir haben aber trotzdem die Bretter mit den Kindern bemalt und planen, am Donnerstag mit Farbe das Klettergerüst anzumalen – das wird ein Spaß :)

Beim Malen

In den kommenden Tagen wird das Wetter hoffentlich wieder sommerlich und wir können an den Strand bzw. Surfen gehen :)

Ich vermisse euch alle zuhause sehr und freue mich riesig euch dann all die Sachen die ich hier erlebe persönlich zu erzählen :) Bis bald ♥♥

PS: Heute hatten wir eine zuckersüße Situation im Kindergarten. Eine der beiden Zwillinge war schlagartig krank und lag mit Fieber auf einer Matte in der Ecke. Die Erzieherinnen haben nicht lange überlegt und so wurde sie nach ein paar Minuten von ihrem Onkel abgeholt. Dieser war nicht viel älter als ich und ich fand den Anblick so herzerweichend als er sie hochgehoben hat und sie sich ganz liebevoll an seine Schulter gekuschelt hat. Obwohl die großen Jungs hier oft einen auf Macker machen und auch von den kleinen Jungs angehimmelt werden weil sie so „cool“ sind, war er so fürsorglich und hat richtig verantwortungsbewusst gewirkt!! ;)

Weil ich sie einfach liebe!

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